St. Johannes Ev. Stockkämpen

stockPfarrei St. Johannes Evangelist Stockkämpen

Geschichtlicher Überblick:

Das Gebiet gehörte zur Pfarrei Brockhagen, die 1568 von Halle abgepfarrt wurde. In der Reformationszeit wurde die Pfarrei protestantisch. Die adeligen Häuser Holtfeld und Tatenhausen blieben katholisch und veranlassten aufgrund des vom Landesherren gemäß dem Religionsvergleich von 1672 zwischen Pfalz und Brandenburg gewährten Exercitium publicum religionis 1691 den Kirchenbau und 1696 die Gründung einer Franziskanerresidenz von Bielefeld aus. Aus ihr erwuchs die Pfarrei. Seit 1847 hat die Pfarrei Weltpriester. Stockkämpen heißt der Pfarrwald, in dem zunächst Kirche, Schule, Pfarrhaus und Hospital lagen. Die politische Gemeinde war Hörste, die heute in der Stadt Halle aufgegangen ist. In der Pfarrei wurde 1930 der Paderborner Weihbischof Paul Consbruch (seit 1980) geboren. Seit 2012 ist er auf dem Friedhof Stockkämpen begraben.

Das Patronat der Grafen von Tatenhausen bestand bis 1998 und wurde abgelöst.

2001 Errichtung des Pastoralverbundes Stockkämpen mit Herz Jesu Halle und St. Hedwig Steinhagen. 2007 Zusammenlegung mit dem Pastoralverbund Versmold-Borgholzhausen zum Pastoralverbund Stockkämpen, nunmehr um die Gemeinden St. Michael Versmold und St. Marien und St. Nikolaus Borgholzhausen-Brincke erweitert.

Kirchenbücher liegen seit 1667 vor. Pfarrbezirk liegt in der Stadt Halle, in den Stadtteilen Hesseln, Kölkebeck, Tatenhausen, Bokel, Hörste. Ca. 643 Katholiken.

Kirchen, Kapellen, Wohn- und sonstige Gebäude

  1. Pfarrkirche St. Johannes Evangelist (1691, renov. 1971), Pieta, Madonna und Anna Selbtritt (spätgot.) Inventar (barock), Schleifladenorgel, Monstranz (1731), Kapelle Maria Immaculata im Schloss Tatenhausen (1666)
  2. Bildstock St. Antonius von Padua vor der Kirche; 3 Bildstöcke im Pfarrwald
  3. Pfarrhaus (1845, renov. 1969, Außenrenovierung); heute vermietet
  4. Pfarrheim (ehem. Schule 1688, Umbau 1986/87)

Friedhof und Mausoleum: bei der Kirche

Gottesdienste in der Pfarrkirche

Montags 15 Uhr (am 3. Montag im Monat)

Samstags 17 Uhr

Hl. Messe zur Ehren der Gottesmutter (Wallfahrtsmesse): jeder 1. Mittwoch im Monat um 17 Uhr - in den Marienmonaten jeden Mittwoch

 

Standort der Kirche: Eichenweg 24, 33790 Halle


Am 30. September 1696 hat der Weihbischof in Osnabrück, Otto Freiherr von Bronkhorst in Gronsfeldt und Eberstein, die neu errichtete Pfarrkirche in Stockkämpen feierlich geweiht auf den Titel des Heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
Bis zum Jahr 1825 gehörte die Gemeinde zum Bistum Osnabrück. Unter dem Patronat der Herren von Tatenhausen wurde die Pfarrei bis ins Jahr 1848 von Bielefelder Franziskanern betreut, woran die Namen Mönchstraße und Paterpatt bis heute noch erinnern.
Ab 1848 wurde die Pfarrei von den Priestern des Bistums Paderborn geleitet. Die Gemeinde ist die Urzelle des Katholischen Lebens im Nordkreis Gütersloh nach der Reformation.
Es ist erstaunlich, daß sich inmitten einer fest gefügten evangelischen Glaubensatmosphäre im Raum Halle einige Menschen den Glauben bewahrt hatten. Für sie wurde nach Überwindung nicht geringer Schwierigkeiten das Stockkämper Kirchlein gebaut. Einsam im Wald gelegen, an einem Ort, "der den Evangelischen nicht nachteilig" war.
Jahr für Jahr ist das Kirchlein Ziel pilgernder Menschen, die zum Wallfahrtsbild Maria, Mutter vom guten Trost kommen.

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