Gesamtpfarrgemeinderat Pastoralverbund Stockkämpen – gut ein Jahr im Amt

Der Pfarrgemeinderat ist nun zum zweiten Mal als Gesamtpfarrgemeinderat im Amt. Der Start ging in der zweiten Amtsperiode deutlich leichter von der Hand, da die Bandbreite der Themen klarer war als beim ersten Anlauf. 

Der Pfarrgemeinderat ist nun zum zweiten Mal als Gesamtpfarrgemeinderat im Amt. Der Start ging in der zweiten Amtsperiode deutlich leichter von der Hand, da die Bandbreite der Themen klarer war als beim ersten Anlauf. 

In der zweiten Amtsperiode wird deutlich, wo die Aufgaben eines Gesamtpfarrgemeinderates im Kern liegen, nämlich die Strukturen kirchlich-christlichen Lebens in unserem Pastoralverbund zukunftsfest zu machen. Die einzelnen Gemeinden werden immer kleiner. Dennoch sollen alle Glaubenden in ihren Gemeinden weiter die Möglichkeit haben, das Gemeindeleben nach ihren Bedürfnissen zu gestalten oder auch Angebote in anderen Gemeinden in Anspruch zu nehmen, wenn diese in der eigenen Gemeinde nicht mehr angeboten werden können.

Priester, Gemeinde- und Pastoralreferenten werden weniger, daher wird es zunehmend schwieriger, verlässliche Strukturen in allen Bereichen kirchlichen Lebens aufrecht zu erhalten. Von der Eucharistiefeier über Kommunion- und Firmvorbereitung bis zur individuellen Seelsorge: Überall wird es eng, und besonders auch bei den Sonntagsmessen im Pastoralverbund. Es wird in absehbarer Zeit nicht mehr jeden Sonntag eine Messe in allen Gemeinden gefeiert werden können. Zurzeit kann noch in jeder Gemeinde sonntags Messe gefeiert werden, wenn keiner unserer Priester erkrankt oder im Urlaub ist.

Damit aber zukünftig in jeder Gemeinde unseres Pastoralverbundes, wenn schon keine Messe so doch wenigstens ein Wortgottesdienst am Sonntag stattfinden kann, haben wir uns im GPGR des Themas Wortgottesfeier angenommen.

Der Bischof ermöglicht, das so genannte Warburger Modell im ganzen Bistum umzusetzen. Dieses Modell sieht einen Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung vor. So kann in jeder Gemeinde, in der sonntags wegen Priestermangel keine Messe mehr gelesen werden kann, von Laien diese sogenannte Wortgottesfeier gestaltet werden. Die Schulungen für die Wortgottesfeiern haben bereits begonnen. Aus jeder Gemeinde haben sich Menschen gefunden, die die Leitung der Feier wagen wollen. Parallel dazu arbeiten Pastoralteam und GPGR an einem Mess- und Gottesdienstplan, der weitgehend feste sonntägliche Gottesdienstzeiten in den einzelnen Gemeinden ermöglicht.

In diesen Entwicklungen des andauernden Weniger-werdens sehen Glaubende auch eine Chance, weil die zunehmende gesellschaftliche Entkirchlichung bei allen Glaubenden Fragen aufwerfen muss: Wie wichtig ist mir mein Glauben? Wie wichtig ist mir das Gemeindeleben? Wie und wodurch will ich meinen Glauben in die Zukunft tragen? Woran merken andere Menschen, dass ich Christ*in bin, dass Gott mich liebt und ich diese Liebe in jeder Begegnung weiterschenken möchte? Denn, nicht nur die Hauptamtlichen werden weniger, sondern mit den Glaubenden auch die Ehrenamtlichen. Viele Gesichter sieht man in ganz unterschiedlichen kirchlichen Kontexten immer wieder. Die, die Kinder, Pflege, Berufstätigkeit und Engagement unter einen Hut bekommen müssen, ohne die ihnen anvertrauten Menschen zu vernachlässigen, kommen schnell an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund kann der Gesamtpfarrgemeinderat nur ein Gremium sein, das grundlegende Strukturen erarbeitet und Dinge in den Gemeinden ermöglicht.

Ein Gemeindeleben von der Taufe bis zur Sterbebegleitung wird es weiterhin nur dann geben, wenn sich jeder, der glaubt, daran erinnert, wozu ihn oder sie der Priester bei der Taufe gesalbt hat, nämlich zur König*in, Priester*in und Prophet*in. Wir sind berufen, unserer Taufe Taten folgen zu lassen und damit auch der vom Papst geforderten Abkehr vom Klerikalismus Folge zu leisten.

Wir wünschen uns eine Kirche, die als Ort der Liebe Gottes wahrgenommen wird. Die sich über Jesus Botschaft freut und sich der Nöte von Alleinerziehenden, Kindern, Alten, Geflüchteten und Armen im Großen und im Kleinen annimmt.

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.